
Buchvorstellung «Im Prepperkeller» von Julian Genner
Dienstag, 5. Mai 2026, 19:30 Uhr
Buchhandlung Labyrinth, Nadelberg 17, 4051 Basel
Prepper bereiten sich intensiv auf künftige Krisen vor, indem sie Lebensmittel, Medikamente, Survival-Ausrüstung und teilweise Waffen horten. In der krisengeschüttelten Gegenwart erfreuen sie sich immer grösserer Popularität. Doch wer preppt eigentlich und warum? Wie ist Preppen von einer Randerscheinung zu einem Massenphänomen geworden? Wie verhält sich Preppen zu den Empfehlungen der Behörden, die die Bevölkerung zum Anlegen eines Notvorrats motivieren sollen? Wie politisch ist Preppen? Und was hat es mit rechtsterroristischen Prepper-Gruppen auf sich? Was bedeutet es, wenn für immer mehr Menschen die einzig vorstellbare (und wünschbare) Zukunft der Zusammenbruch ist?
Julian Genner ist diesen Fragen in seiner Habilitation nachgegangen, die als überarbeitete Fassung unter dem Titel Im Prepperkeller. Persönliche Krisenvorsorge in Zeiten gesellschaftlicher Verunsicherung soeben im Verlag Hamburger Edition erschienen ist. In seiner Ethnografie zeigt er, wie Abstiegsängste und Zukunftssorgen die Popularität von Preppen befeuern – und damit die gesellschaftliche Entsolidarisierung und den Rechtsrutsch in der Mitte der Gesellschaft beschleunigen. Die Buchvorstellung wird moderiert von Renato Beck (Die Wochenzeitung woz).
Julian Kaspar Genner, Dr. phil., ist Empirischer Kulturwissenschaftler und Lehrbeauftragter am Seminar für Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie der Universität Basel. Bis 2024 forschte und lehrte er an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Zu seinen Schwerpunkten zählen die politische Anthropologie, die ethnografische Erforschung von Zukunftsvorstellungen sowie die gesellschaftliche Problematisierung von (Un-)Sicherheit.