
Vortrag von Jenny Ammann, EKWB (Basel)
Dienstag, 3. März 2026, 18:30 Uhr, anschliessend Apéro
Katholischer Frauenbund, Nonnenweg 21, 4056 Basel
«Meine Fledermauspfleglinge und ich». Mensch-Tier-Beziehungen in der freiwilligen Fledermauspflege
Fledermäuse wiegen, Wasser geben, Mehlwürmer verfüttern, Wunden behandeln oder Medikamente verabreichen – all dies geschieht in der freiwilligen Pflege von Fledermäusen. Doch was passiert dabei genau zwischen Pflegenden und Fledermäusen?
Jenny Ammanns Vortrag geht der Frage nach, wie sich die Pflege einer anderen Art (die sog. Interspeziespflege) in der freiwilligen Fledermauspflege gestaltet und welche Erkenntnisse sich daraus für Mensch-Tier-Beziehungen ableiten lassen. Im Fokus stehen Sprache und Sprechweise, konkrete Pflegepraktiken sowie die dadurch entstehenden Beziehungen zwischen menschlichen und nichtmenschlichen Lebewesen. Die Dissertation zeigt, dass es nicht die eine Mensch-Tier-Beziehung gibt, sondern eine Spannweite von Mensch-Tier-Care-Beziehungen, die den gesellschaftlichen Mensch-Tier-Dualismus neu verhandeln können. Der Vortrag lädt dazu ein, die Pflege von Fledermäusen kennenzulernen und anhand dieses Beispiels über Mensch-Tier-Beziehungen nachzudenken.
Dr. Jenny Ammann hat an der Universität Zürich Populäre Kulturen/Filmwissenschaften (BA) sowie Empirische Kulturwissenschaft/Gender Studies (MA) studiert. Ihre Dissertation in Empirischer Kulturwissenschaft ist im Feld der Human-Animal-Studies angesiedelt. Während des Master- und Promotionsstudiums war sie an der Universität Zürich in der Lehrentwicklung tätig und verantwortete ein Ausbildungsangebot für studentische Tutor:innen. Seit Anfang 2026 arbeitet sie an der Universität Basel im Vizerektorat Lehre als Spezialistin für digitale Lernumgebungen.