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Vortrag von Fabienne Lüthi: Ernst Brunner – Leben und Werk

Datum: Samstag, 31. Oktober 2026, 13:45–15:00 Uhr

Ort: Josef Müller Forum (1. OG), Schweizerisches Agrarmuseum Burgrain

Eintritt: Kollekte

Verpflegung: vor und nach der Veranstaltung in der Burgrain-Stube

Das Agrarmuseum Burgrain feiert Ernst Brunners 125. Geburtstag.

2026 wäre der Luzerner Fotograf Ernst Brunner 125 Jahre alt geworden. Das Agrarmuseum Burgrain nimmt das Jubiläum zum Anlass für eine Würdigung seines vielfältigen Wirkens. Fabienne Lüthi, Kulturwissenschaftlerin an der Universität Basel, untersucht in ihrer Dissertation Ernst Brunners Fotosammlung im EKWS-Archiv. Im Rahmen ihres Vortrags gewährt sie Einblicke in das Werk des Fotografen an der Schnittstelle zwischen Analog und Digital.

Ernst Brunner – Fotograf und Bauernhausforscher

Der Fotograf Ernst Brunner wurde 1901 im zürcherischen Mettmenstetten geboren. Den Grossteil seines Lebens verbrachte er allerdings in Luzern. Hier wohnte er nicht nur, hier arbeitete und wirkte er – als Fotograf und Bauernhausforscher. Den Luzerner Bauernhäusern fühlte er sich besonders verbunden. Jahrzehntelang erforschte und inventarisierte er sie und setzte sich für den Erhalt bäuerlicher Wohn- und Arbeitskulturen im Kanton ein. Als Fotograf bereiste er die ganze Schweiz und hielt Leben und Alltag für illustrierte Zeitschriften fest.

Die bäuerliche Welt, die in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg einen fundamentalen Wandel erfuhr, war eines der zentralen fotografischen Sujets von Brunner. Er dokumentierte den Alltag und die Arbeitsabläufe der damaligen ländlichen Gesellschaften mit dem Ziel, diese verschwindenden Lebensweisen festzuhalten. Seine Bilder begleiten die interaktive Hauptausstellung «Wer ist Landwirtschaft?» im Agrarmuseum und geben lebendige Einblicke in die Geschichte der Landwirtschaft in der Schweiz.