Redistributive Imaginaries – Digitalization, Culture, and Prosocial Contribution (Teilprojekt Schweiz)
Wie verändern sich im Zuge der Digitalisierung Vorstellungen davon, was eine gerechte Umverteilung von Ressourcen bedeutet und wie sie funktionieren sollte, zum Beispiel durch Online-Spendenformen wie Crowdfunding oder durch Online-Bezahlpraktiken, die neue Gewohnheiten schaffen? Welche Auswirkungen haben diese Prozesse auf das Verhältnis von Zivilgesellschaft und (Sozial-)Staat, von freiwilliger und verpflichtender Umverteilung?
Das europäische Verbundprojekt, das diesen Fragen in fünf Ländern über drei Jahre hinweg nachging, lief bis Ende Januar 2026. Die Projektergebnisse sind in u.a. in einem Projektbericht und in einer Online-Visualisierung auf https://redigim.arts.ac.uk sowie in wissenschaftlichen Publikationen aufbereitet. Die Online-Visualisierung stellt sieben «imaginaries» dar, in denen sich Vorstellungen «guter» Umverteilung unter digitalen Bedingungen in der Gegenwart verdichten. Sie lassen sich mit den Stichwörtern «Community-Empowerment», «Wohlfahrts-Solutionismus», «Wohlfahrts-Komplementarität», «Wohlfahrts-Konsumismus», «pragmatischer Wettbewerb», «Wohlfahrtsstaat-Ausbau» und «Wohlfahrts-Transnationalismus» umschreiben.