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Empirische Kulturwissenschaft Schweiz (EKWS)
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Photo SGV_04P_03167

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Werk lizensiert unter Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell 4.0 International (CC BY-NC 4.0)

Metadaten

Naming

Signatur
SGV_04P_03167
Titel
Silvesterdreschen in Niederhallwill (AG)
Sammlung
(SGV_04) Enquête I
Alte Nummer
B 2078 E 795a

Beschreibung

Schlagworte
  • [Brauch, Silvester, Silvesterdreschen, Mann, Feld, Dreschflegel]

Herstellung

Hersteller
Datum
1940 - 1948
Ort
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Kommentare
  • Fragebogen über die schweizerische Volkskunde: XV. Jahreszeiten und kalendare Feste und Bräuche; B. Winter; Frage 795: Was für Bräuche finden an Silvester statt? Allg. u. Vermischtes. Frage 795a: Silvesterdreschen
  • Notiz beim Bild: Silvesterdreschen in Niederhallwill (AG); Foto Giegel Schweiz. Zentrale f. Verkehrsförderung, Zürich 1949; Reprod. frei; B 2078 E 795a
  • Alte Bräuche kehren wieder. Von ihrer Pflege im Aargau. Den ganzen Winter hindurch, mit Höhepunkten zu Dezemberbeginn, in den Tagen der Sonnenwende und des Jahreswechsels sowie gegen den Eintritt des Frühlings hin, zur Fastnachtzeit, treten bald da, bald dort im Lande herum tief im Volksleben verankerte Traditionen in Erscheinung, deren Kern ein ohne Zweifel aus vorchristlichen Epochen stammender Geister- und Dämonenspuk bildet. Auch der weitverbreitete Brauch des Sankt Niklaus gehört zu dieser Art von Sitten. Er hängt eng mit dem Maskenwesen zusammen. Die Masken symbolisieren, nach neueren Forschungen des Basler Volkskundlers Meuli, die Seelen der Verstorbenen, die- im schweizerischen Bereich meist in Anlehnung an den altgermanischen Kult des „wilde Heeres“ – unter den Lebenden wieder auftauchen, Schrecken verbreiten, strafen, Tribut verlangen, aber, wenn sie versöhnt sind, auch Geschenke bringen. Die katholische Kirche des Mittelalters suchte diese Zeremonie wenn möglich mit christlichen Gestalten (St. Niklaus, Drei Könige) in Verbindung zu setzen. Aber auch hete noch finden wir St. Niklaus alle Attribute aus der Heidenzeit zugelegt: Das Lärmmachen, das Strafen und das Schenken.... Diese Bräuche, sowohl die unter ein christliches Vorzeichen gestellten wie die reinen Lärm- und Heischumzüge, waren freilich mit der aufkommenden Industrialisierung und namentlich in Gebieten, deren Bevölkerung durch starken Zuzug von auswärts sich stark vermehrte, der Gefahr der Verflachung ausgesetzt... Glücklicherweise scheint immerhin der Tiefpunkt einer solchen Entwicklung heute überwunden zu sein.... Zur Bekräftigung dieser Tatsache möchten wir die Bestrebungen hervorheben, die im Aargau- sowohl im protestantischen als im katholischen Teil- für die Pflege des hergebrachten Volkslebens mit Erfolg unternommen werden. So erlebte in Niederhallwil, einer kleinen Bauerngemeinde im Seetal, dank der Initiative einiger Bürger, der vor gut dreissig Jahren eingegangene Klaus-Brauch eine glorreiche Erneuerung..... Noch ein anderer Niederhallwiler Brauch, der in die gleiche Reihe gehört wie der Klaus-Brauch, allerdings nie einen Unterbruch in der Durchführung erlebte, verdient in diesem Zusammenhang Erwähnung: Das Silvesterdreschen, das um die zwölfte Stunde der Neujahrsnacht auf einer Anhöhe ob dem Dorfe entfesselt wird; kräftige Männerarme lassen da die Dreschflegel auf Bretter niedersausen, dass einem das Hören vergeht, und, wie es der Zweck der Uebung will, in weitem Umkreis alle bösen Geister „gebannt“ werden. .... (esch/O.E.) „Schweiz“, Offizielle Reisezeitschrift, hrg. V. d. Schweiz. Zentrale f. Verkehrsförderung, 1949, Nr. 12, S. 12 f. (Zürich) ( s. auch unter E 754 (St. Niklaus), E 789 (Christkind) und E 821 (Bärzelis-Tag) der Bildersammlung)

Klassifikation

Techniken
Formate

Urheberrecht

Copyright
  • Das Bild trägt oben rechts den Stempel: S.G.f. Volkskunde
  • Giegel, Philipp
    Schweizerische Zentrale für Verkehrsförderung
    Silbergelatineabzug DOP auf Barytpapier
    13 x 18 cm
    Empirische Kulturwissenschaft Schweiz (EKWS)