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Werk lizensiert unter Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell 4.0 International (CC BY-NC 4.0)

Metadaten

Naming

Signatur
SGV_04P_03162
Titel
Weihnacht in Niederhallwil (AG). Christkind und Begleitung
Sammlung
(SGV_04) Enquête I
Alte Nummer
B 2076 E 789

Beschreibung

Schlagworte
  • [Weihnachten, Christkind, Weihnachtsbaum, Kostüm, Geschenk, Mädchen, Junge, Licht]

Herstellung

Hersteller
Datum
1. Dezember 1920 - 18. Dezember 1949
Ort
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Kommentare
  • Fragebogen über die schweizerische Volkskunde: XV. Jahreszeiten und kalendare Feste und Bräuche; B. Winter; Frage 789: Tritt an Weihnachten das Christkind auf? Wie ist es gekleidet oder wie stellt man es sich vor?
  • Notiz beim Bild: Weihnacht in Niederhallwil (AG). Christkind und Begleitung. Foto Giegel; Schweiz. Zentrale f. Verkehrsförderung, Zürich 1949; Reprod. frei; Veröffentlicht in: "Schweiz" 1949, Nr. 12; B 2076 E 789
  • Alte Bräuche kehren wieder. Von ihrer Pflege im Aargau. Den ganzen Winter hindurch, mit Höhepunkten zu Dezemberbeginn, in den Tagen der Sonnenwende und des Jahreswechsels sowie gegen den Eintritt des Frühlings hin, zur Fastnachtzeit, treten bald da, bald dort im Lande herum tief im Volksleben verankerte Traditionen in Erscheinung, deren Kern ein ohne Zweifel aus vorchristlichen Epochen stammender Geister- und Dämonenspuk bildet. Auch der weitverbreitete Brauch des Sankt Niklaus gehört zu dieser Art von Sitten. Er hängt eng mit dem Maskenwesen zusammen. Die Masken symbolisieren, nach neueren Forschungen des Basler Volkskundlers Meuli, die Seelen der Verstorbenen, die- im schweizerischen Bereich meist in Anlehnung an den altgermanischen Kult des „wilde Heeres“ – unter den Lebenden wieder auftauchen, Schrecken verbreiten, strafen, Tribut verlangen, aber, wenn sie versöhnt sind, auch Geschenke bringen. Die katholische Kirche des Mittelalters suchte diese Zeremonie wenn möglich mit christlichen Gestalten (St. Niklaus, Drei Könige) in Verbindung zu setzen. Aber auch hete noch finden wir St. Niklaus alle Attribute aus der Heidenzeit zugelegt: Das Lärmmachen, das Strafen und das Schenken.... Diese Bräuche, sowohl die unter ein christliches Vorzeichen gestellten wie die reinen Lärm- und Heischumzüge, waren freilich mit der aufkommenden Industrialisierung und namentlich in Gebieten, deren Bevölkerung durch starken Zuzug von auswärts sich stark vermehrte, der Gefahr der Verflachung ausgesetzt... Glücklicherweise scheint immerhin der Tiefpunkt einer solchen Entwicklung heute überwunden zu sein.... Zur Bekräftigung dieser Tatsache möchten wir die Bestrebungen hervorheben, die im Aargau- sowohl im protestantischen als im katholischen Teil- für die Pflege des hergebrachten Volkslebens mit Erfolg unternommen werden. So erlebte in Niederhallwil, einer kleinen Bauerngemeinde im Seetal, dank der Initiative einiger Bürger, der vor gut dreissig Jahren eingegangene Klaus-Brauch eine glorreiche Erneuerung (sowie die Bräuche des Bärzeli-Tages und des Silversterdreschens) ..... Niederhallwil kennt daneben, in betontem Gegensatz zu diesen urtümlich Sitten, einen besonders liebreizenden Brauch: von den Schülerinnen der oberen Klassen wird das Christkind mit Begleitung in persona dargestellt: von Haus zu Haus begibt sich die kleine Gruppe und besucht nach bestimmten Regeln die einzelnen Familien.............. (esch/O.E.) „Schweiz“, Offizielle Reisezeitschrift, hrg. V. d. Schweiz. Zentrale f. Verkehrsförderung, Zürich, 1949, Nr. 12, S. 12 f. ( s. auch unter E 754 (St. Niklaus), E 795a (Silvesterdreschen) und E 821 (Bärzelis-Tag) der Bildersammlung.

Klassifikation

Techniken
Formate

Urheberrecht

Copyright
  • Dieses Bild wurde publiziert in: "Schweiz" 1949, Nr. 12
  • Das Bild trägt oben rechts den Stempel: S.G.f. Volkskunde
  • Giegel, Philipp (Fotograf)
    Schweizerische Zentrale für Verkehrsförderung
    Silbergelatineabzug DOP auf Barytpapier
    13 x 18 cm
    Empirische Kulturwissenschaft Schweiz (EKWS)